Auch wenn es vielleicht ein wenig hart klingt, aber wer nicht alt werden will, der muss früh sterben. Das will aber keiner, denn jeder mag das Leben und auch das Älterwerden. Alt zu werden, das heißt auch weise und lebenserfahren zu sein, die Enkelkinder aufwachsen zu sehen und sich nach einem Leben voller Arbeit ausruhen zu können. Alt werden heißt aber auch gebrechlich zu werden und irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem es ohne fremde Hilfe nicht mehr geht. Wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, dann kann man in ein Altenheim gehen oder aber zu Hause bleiben und dort ambulant gepflegt werden. In beiden Fällen ist man dann auf den Altenpfleger oder auf die Pflegehilfskraft angewiesen. Für viele Menschen ist es schwer zu akzeptieren, die Hilfe fremder Menschen in Anspruch zu nehmen.
Oft ist die Beziehung zwischen einem Altenpfleger oder einer Pflegehilfskraft und einem alten Menschen nicht einfach. Wer älter ist, der hat seine Angewohnheiten und nicht immer kann man an diesen persönlichen Angewohnheiten festhalten, wenn man in ein Altersheim zieht. Das kann zu Konflikten mit dem Pflegepersonal führen. Es ist dann die Aufgabe der Altenpfleger und auch der Pflegehilfskraft, behutsam mit einem alten Menschen umzugehen, um ihm das Leben im Heim so schön und komfortabel wie eben möglich zu machen. Auf der anderen Seite können aus einem Altenpfleger und einem alten Menschen sogar Freunde werden, denn beide profitieren von der Beziehung. Die Pflege von alten Menschen beschränkt sich nicht nur auf die alltäglichen Dinge, sondern auch auf das Zuhören, denn wer Menschen pflegen will, der muss auch die Fähigkeit haben, sie zu verstehen und auf sie einzugehen.