Völlig egal, über welches Tuningverfahren man beim Chiptuning diskutiert, man benötigt bei einem gesunden und intakten Motor immer eine Steigerung der Einspitzmenge! Bei einem drehzahlabhängigen Einspritzdruck eines VP (PD-TDI) Motors müssen ganz erhebliche mechanische Eingriffe erfolgen, um diesen zu verändern. Aufgrund dessen sind Kraftstoffmengenerhöhungen nur möglich, wenn man auf elektronischem Wege die Einspritzzeiten verlängert. Die TDI Motoren werden aus Abgasgründen im Serien-Zustand mit einem höheren Luftüberschuss betrieben. Um eine spürbare Mehrleistung beim Chiptuning zu erzielen, reicht im Grunde eine reine Verlängerung der Einspritzzeiten. Das funktioniert insoweit, bis der serienmäßige Luftüberschuss verbraucht wird. Sollte darüber hinaus eingespritzt werden, erhöht sich die Russbildung, wobei keine Mehrleistung mehr erfolgen kann. Bei dieser Art des a href=”http://www.chipprofi.de/chiptuning-forum/index.html” target=”_blank”>Chiptuning werden im Regelfall immer schlechtere Abgaswerte produziert. Allerdings handelt es sich hierbei um die einfachste Form des Chiptuning. Hat man nun das Ziel, trotzdem noch mehr Leistung zu erzielen, so muss automatisch mehr Luft in den Zylinder. Beim elektronischen Chiptuning bedeutet das eine Erhöhung des Ladedrucks. Aber auch dies ist meist nicht folgenfrei! Bei der Verlängerung der Einspritzzeiten erhöht sich nicht ausschließlich der Russanteil, sondern auch die Abgastemperaturen. Hierbei können ganz klar Schäden entstehen, z.B. durch die Überhitzung der VTG-Lader. In ganz extremen Fällen können sogar die Einspritzstrahlen den obenliegenden Brennmuldenrand des nach unten laufenden Kolbens treffen, was zur Folge hat, dass an dieser Stelle das Metall schmilzt, das nun wiederum zu ganz massiven Motorschäden führen kann. Das betrifft in diesem Fall eher die VPs als die PD Motoren.

Die PD Motoren haben wesentlich höhere Förderraten, was bedeutet –kürzere Einspritzdauer trotz höherer Mengen. Allerdings sollte man erwähnen, dass auch hier schwerwiegende Schäden entstehen können durch die langanhaltenden Temperaturen im Brennraum. Nicht selten entstehen sogar Löcher im Kolben etc. Beim Übertreiben der Tuningmaßnahmen bei PD Motoren sind platzende PD Elemente ebenfalls keine Seltenheit. Der Einspritzdruck erhöht sich nicht nur durch die Drehzahl, sondern auch durch die Dauer des Einspritzvorganges und ist demzufolge am größten, wenn bei sehr hoher Drehzahl hohe Mengen eingespritzt werden. Dieser Moment ist direkt vor dem Schließen der PDE. Findet also nicht nur eine Erhöhung der Einspritzmenge statt, so kann sich der Druck der PDE s weit über die s.g. Berstgrenze entwickeln und die Düsenspitzen können abreißen. Verlegt man beim Chiptuning den Einspritzbeginn weiter in die Richtung des Verdichtungstaktes, so fallen die Russ-Werte und die Abgastemperaturen und hat einen leichten Anstieg des Wirkungsgrades zur Folge. Hier entsteht ein leistungsbezogener Verbrauchsrückgang. Allerdings können auch hierbei starke Spitzendrücke im Motor entstehen und so kann es passieren, dass der Zylinderkopf vom Block abgehoben wird. Die Zylinderkopfschrauben überdehnen sich und die Zylinderkopfdichtung wird zerstört. Somit ist eine vernünftige und zielgerechte Änderung des Spritzbeginns immer nur über ein Chiptuning möglich.