Erinnern Sie sich noch an ihren 18. Geburtstag und den darauffolgenden Erhalt des Führerscheins? Gerade für junge Menschen bedeutet der Führerschein und das erste eigene Auto ein Stück Freiheit und Selbständigkeit. Diese Freiheit wird gehegt und gepflegt – nicht selten in Form von Autotuning, bei dem das alltägliche Automobil um- und aufgebaut wird, verschönert, die Motoreinstellungen verfeinert, die Scheiben verdunkelt werden und vieles mehr. Da wird aus von Mama oder Opa gekauftem, alten Golf am Ende ein Schmuckstück – selbst aufgebaut mit Freunden in der Werkstatt oder der Garage. Da wird lackiert, geschraubt und aufgemotzt, um mit stolz geschwellter Brust zum nächsten Date oder zum nächsten Autotreffen fahren zu können. Getunt wird was der Fahrzeugmarkt so hergibt. Und ab einem gewissen Alter ist das vorbei. Wirklich? Natürlich nicht! Mag das Tuning eines Fahrzeuges früher noch in den Bereich der „Jugend“ geschoben worden sein. Doch wie alles, was mit der Technik zu hat, hat sich auch das Tuning weiterentwickelt und macht heute selbst das Tonstudio oder das „Wohnzimmer“ im Pkw wahr werden.
Nicht zuletzt in den Medien wird das Tuning modern wie nie gezeigt. Ganze Tuning-Shows zeigen die Möglichkeiten, die in einem Automobil stecken, die sich längst nicht mehr nur auf Heck- und Frontspoiler, verbreiterte Reifen und Motoraustausch sowie einem Sportauspuff beschränken. Da werden Fernseher und Videospielkonsolen gleich mit ins Auto eingebaut oder auf Wunsch die reichlich ausgestattete Minibar installiert. Auf diesem Wege steigt der Wert des Autos ins unermessliche und kann leicht den eines Einfamilienhauses erreichen. Die Möglichkeiten sind scheinbar unbegrenzt und werden in professionellen Tuningwerkstätten ebenso angeboten und gezeigt wie auf vielfältigen Automobilmessen.