Der Hybridantrieb für Kraftfahrzeuge macht Schlagzeilen. Geringer Verbrauch, saubere Abgase. Die Idee ist so einfach wie genial. Bei niedrigen Geschwindigkeiten sorgt ein leiser, abgasfreier Elektromotor für Vortrieb, erst bei höheren Geschwindigkeiten und unter Last springt der Benzinmotor an und lädt dann während der Fahrt gleichzeitig die Batterien für den Elektromotor auf. So intelligent das Prinzip auch ist - neu ist es nicht. Bekanntester Vertreter dieser Bauweise ist der Lohner-Porsche von 1898. Die Kraft der Batterien reichte damals gerade mal für 20 Minuten Fahrt mit 7 PS Leistung. Selbst in den Kindertagen des Autos war das entschieden zu wenig. Dann wurde es lange Zeit ruhig um den Hybridmotor. In den 90-er Jahren, als Benzin immer teurer und das Umweltgewissen immer ausgeprägter wurde, experimentierten verschiedene Hersteller, darunter Mazda, BMW und der Volkswagenkonzern mit Hybridantrieben.

1990 wurde der glücklose Golf Hybrid vorgestellt, auch die Version der Konzernschwester Audi verschwand bald wieder in der Versenkung. Das erste “richtige” Hybridauto war der Toyota Prius von 1994. Zuverlässig, leise, sparsam - und teuer. Trotzdem war er ein Meilenstein in der Geschichte des Hybridautos. Mit dem Geländewagen Lexus RX 400 h setzten die Toyota-Ingenieure gut zehn Jahre später noch einen drauf: ein zwei Tonnen schwerer, 4,74 Meter langer SUV, fast 1,70 Meter hoch und 200 Stundenkilometer schnell. Und das alles bei 8,1 Liter Normverbrauch auf 100 Kilometer. In Toyotas Windschatten hat sich inzwischen als günstige Alternative zum Prius der grundsolide und wirtschaftliche Honda Civic IMA etablieren können. Und die anderen Hersteller? Die reden, diskutieren, planen. Ein vorzeigbares Fahrzeug gibt es jedoch nicht. Wenn es um Sparsamkeit geht, setzen die meisten Autoproduzenten immer noch auf den Diesel. Wie lange noch?